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04.01.2022

Energetische Sanierung - Neubau: Was ändert sich 2022?

PV aufs Dach, EEG-Umlage, Fördermittel, CO2-Preis...


PV-Pflicht

Seit dem 1. Januar 2022 müssen auf allen neuen Nicht-Wohngebäuden wie Firmendächern oder Hallen Photovoltaik-Anlagen installiert werden, ebenso wie über Parkplätzen ab einer Größe von 35 Stellplätzen. Ab 1. Mai 2022 gilt diese Pflicht auch für private Häuslebauer. Und ab Januar 2023 gehen die Vorgaben noch einen Schritt weiter - dann gilt die PV-Pflicht auch bei umfassenden Dachsanierungen von Bestandsgebäuden.

EEG-Umlage

2022 sinkt die EEG-Umlage zur Förderung des Ökostroms auf 3,723 Cent je Kilowattstunde von derzeit 6,5 Cent. Das sind etwa 2,8 Cent weniger als derzeit. Damit liegt die EEG-Umlage auf dem niedrigsten Stand seit zehn Jahren.

Energieeffizienzklasse im Neubau

Wer gerade baut und als Standard nur das Effizienzgebäude 55 vorgesehen hatte, konnte seinen Förderantrag noch bis zum 24. Januar 2022 stellen. Über die Zukunft der Neubauförderung für EH40-Neubauten wird vor dem Hintergrund der zur Verfügung stehenden Mittel im Energie- und Klimafonds und der Mittelbedarfe anderer Programme durch die Bundesregierung zügig entschieden (Meldung aktualisiert am 24.01.2022).

CO2-Preis und Fördermittel

Seit dem 1. Januar 2022 werden klimaschädliche fossile Brennstoffe mit einem Preis von 30 Euro pro Tonne CO2 belegt, was Heizen mit Öl und Gas weiter verteuert. Allerdings sind aktuell die Fördermittel für energetische Sanierungen so gut wie nie:

Steuerliche Absetzbarkeit von energetischen Sanierungsmaßnahmen: Wer seine Heizungsanlage erneuert, Fenster austauscht, die Gebäudehülle dämmt oder eine Lüftungsanlage einbaut, darf 20% von bis zu 200.000 € Investitionskosten über einen Zeitraum von drei Jahren von der Steuer absetzen. Auch Kosten für Energieberater gelten als Aufwendungen für energetische Maßnahmen. Sie können sogar zu 50% von der Steuerschuld abgezogen werden.

Außerdem wurde die BAFA-Förderung für die Heizungserneuerung mit erneuerbaren Energien umgestellt und verbessert. Die Investitionszuschüsse betragen jetzt 20% für Gas-Brennwertheizungen, die auf die spätere Einbindung erneuerbarer Energien vorbereitet sind, 30% für Solaranlagen und Gas-Hybridheizungen und 35% für Heizungen, die vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben werden, wie z.B. Wärmepumpen, Pelletkessel, Hackschnitzelkessel oder Scheitholzvergaserkessel.

Am 1. Januar 2020 ist auch die Austauschprämie für alte Ölheizungen in Kraft getreten. Mit der Prämie übernimmt das BAFA zusätzlich 10% der Investitionskosten, wenn bei einem Kesseltausch eine Ölheizung ersetzt wird. Dadurch erhöht sich die Förderung für die Heizungserneuerung auf satte 45%. Neue Ölheizungen werden nicht mehr gefördert.

Wir beraten Sie gerne. Eine komplette Übersicht über die Fördermittel finden Sie hier.