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01.05.2016

Heizung fit machen und sparen

Energieberatung der Verbraucherzentrale rät zum hydraulischem Abgleich


Offenburg, 18.04.2016 – Wenn die Tage länger werden und die Temperaturen wieder steigen, gerät die Heizung mit all ihren technischen Details schnell in Vergessenheit. Dabei ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt, die Effizienz der Anlage zu verbessern und in der nächsten Heizperiode von einem niedrigeren Energieverbrauch zu profitieren. Eine Möglichkeit der Heizungsoptimierung stellt Christian Dunker, Energieexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und der Ortenauer Energieagentur, vor: den hydraulischen Abgleich.

„Bei vielen Heizungsanlagen gelangt in einige Heizkörper zu wenig, in andere aber zu viel Heizwasser“, erklärt Christian Dunker das Problem. Die Folge: Die unterversorgten Heizkörper und Zimmer bleiben zu kalt. Die anderen Heizkörper können dagegen nicht genug Heizwärme abgeben, so dass das rückfließende Heizwasser noch relativ warm ist. Das führt zu häufigem An- und Abschalten des Heizkessels und vergeudet Energie.

„Hier hilft ein hydraulischer Abgleich“, verspricht Dunker. Dabei wird die Anlage von einem Fachmann durch neue, voreinstellbare Heizkörperventile so reguliert, dass die richtigen Mengen Heizwasser in jeden Heizkörper gelangen. Nach dem hydraulischen Abgleich reicht häufig eine kleinere Heizungspumpe, ein Austausch ist daher sinnvoll.

Das Heizsystem läuft nach dem hydraulischen Abgleich effizienter und braucht weniger Heizenergie. Je besser das Haus gedämmt ist, desto höher ist die Einsparung. Die Stromersparnis durch die neue Hocheffizienzpumpe liegt in der Regel bei mehr als 50 Prozent. Sie rechnet sich daher in wenigen Jahren. Die Kosten für einen hydraulischen Abgleich liegen für Ein- bis zwei-Familienhäuser bei ca. 65,- € pro Ventil und einer vom Aufwand abhängigen Pauschale von 300,- bis 500,- € je nachdem, welche Komponenten der Heizungsanlage ausgetauscht werden müssen. Für den Hydraulischen Abgleich sind Förderzuschüsse möglich.