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Aktuelles

25.04.2022

kfW-Förderung für Neubau kann seit 21.04. für Effizienzhaus 40NH beantragt werden

Die Neubauförderung für Wohn- und Nichtwohngebäude im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) startete wieder - und die Stufe 1 war noch am selben Tag wieder ausgeschöpft


Die Fördermittel in der neugestarteten KfW-Förderung Neubau waren so stark nachgefragt, dass das Budget in Höhe von 1 Mrd. Euro bereits am Vormittag des 20.4. ausgeschöpft war. Die Förderung war damit nur wenige Stunden verfügbar. Am 21.4.2022 ging die Neubau-Förderung der KfW nahtlos in Stufe 2 über: Gefördert wird nur noch das Effizienzhaus 40 NH - das Qualitätssiegel für nachhaltiges Bauen (QNG) ist Pflicht. Dieses Förderprogramm endet zum 31.12.2022.

Zum Neustart der kfW-Förderung warnte Bundeswirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck bereits: „Das Budget ist wie angekündigt auf eine Milliarde Euro begrenzt. Man muss sich darauf einstellen, dass diese sehr schnell ausgeschöpft sein wird. Um dennoch möglichst vielen Antragstellern eine Förderung zu ermöglichen, haben wir die Fördersätze reduziert. Auch die Förderbedingungen ändern wir: Wir beenden unter anderem einen Anachronismus und fördern künftig nicht mehr den Einbau von Gasheizungen. Das ist politisch allemal angezeigt“:

Er machte deutlich: „Der Neustart der Neubauförderung geht mit einer schrittweisen Neuausrichtung der Neubauförderung einher. Ziel ist, diese Zug um Zug auf immer mehr Nachhaltigkeit und Effizienz auszurichten. Parallel werden wir prioritär die dringend notwendige Sanierung fördern. Sie ist enorm wichtig, um im Gebäudebereich beim Klimaschutz voranzukommen. Hier gibt es eine sehr erfreuliche hohe Dynamik, die hilft, Energie und Energiekosten zu sparen.“

In den FAQs des Ministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz finden sich folgende Informationen (Stand 25.04.2022):

"Seit dem 20.04.2022 können wieder Anträge auf Neubauförderung bei der KfW gestellt werden. Die Fördersätze wurden abgesenkt und die Förderbedingungen überarbeitet.

Die modifizierte Neubauförderung läuft bis zum Ende des Jahres (31.12.2022) und wird nur noch in Kombination mit dem Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) angeboten. Das QNG Siegel ist bereits seit Mitte 2021 optionaler Teil der BEG-Förderung (Bonus im Rahmen der sog. „Nachhaltigkeitsklasse“ der BEG).

Somit werden die Effizienzhaus-/Effizienzgebäude-Stufe 40 und EH/EG 40 Erneuerbare Energien (EE) nicht mehr angeboten. Gefördert werden nur noch die Effizienzhaus-/Effizienzgebäude-Stufen 40 Nachhaltigkeit (NH).

Die Förderung wird grundsätzlich nur in der Kreditvariante mit Tilgungszuschuss angeboten. Für Kommunen bleibt die Möglichkeit der postalischen Beantragung im vollen Umfang erhalten. Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.kfw.de/beg.

Mit dem Neustart der Neubauförderung sind zudem der Einbau und Anschluss von mit Gas betriebenen Wärmeerzeugern (z.B. Gas-Brennwertkessel, gasbetriebene Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen, Gasstrahler, Gas-Warmlufterzeuger) nicht mehr förderfähig. Es werden nur noch Wärmeerzeuger auf Basis erneuerbarer Energien gefördert.

Die hier dargestellte Neubauförderung wird ab Januar 2023 schließlich von dem Programm „Klimafreundliches Bauen“ abgelöst. Dieses Programm wird insbesondere die Treibhausgas-Emissionen im Lebenszyklus der Gebäude stärker in den Fokus stellen und so ein Signal für die Neuausrichtung auf nachhaltiges Bauen setzen."