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Klimapaket: Was ändert sich für Hauseigentümer?


CO2-Bepreisung und bessere Förderung machen erneuerbare Energien billiger und fossile Heizungen teurer.

Die Ortenauer Energieagentur informiert über die Änderungen, die sich durch das Klimapaket der Bundesregierung für Hausbesitzer ergeben. Mit einer Austauschprämie für Ölheizungen sowie einer besseren Förderung für klimafreundliche Wärmeerzeuger wie Wärmepumpen, Pelletkessel und Solarkollektoren deutlich attraktiver.

Neu sind außerdem die Erhöhung der KfW-Zuschüsse und die steuerliche Absetzbarkeit von energetischen Sanierungen.

Mit dem überarbeiteten Klimapaket der Bundesregierung ändern sich auch die Bestimmungen für Hauseigentümer erheblich. Die neuen Regeln verteuern die Energiekosten unsanierter Gebäude mit fossilen Heizungen und entlasten die Eigentümer, die ihre Häuser dämmen bzw. erneuerbare Energien zur Beheizung nutzen.

Ein zentrales Element des Klimapakets ist die Einführung einer CO2 Bepreisung. Für 2021 ist ein Einstieg mit einem Preis von 25 € pro Tonne CO2 für Brennstoffe vorgesehen. Der CO2 Preis steigt dann schrittweise bis 2025 auf 55 €. Dadurch summieren sich in den nächsten fünf Jahren die Mehrkosten für einen jährlichen Verbrauch von 1.000 Liter Heizöl insgesamt auf rund 600 €, bei Erdgas sind es ungefähr 475 €.

Auf der anderen Seite wird die Förderung für Kesseltausch und Wärmedämmung ausgebaut: Ein neuer Förderbaustein ist die steuerliche Absetzbarkeit von energetischen Sanierungsmaßnahmen: Wer seit dem 1. Januar 2020 seine Heizungsanlage erneuert, Fenster austauscht, die Gebäudehülle dämmt oder eine Lüftungsanlage einbaut, darf 20% von bis zu 200.000 € Investitionskosten über einen Zeitraum von drei Jahren von der Steuer absetzen. Auch Kosten für Energieberater sollen künftig als Aufwendungen für energetische Maßnahmen gelten. Sie können sogar zu 50% von der Steuerschuld abgezogen werden.

Außerdem wurde die BAFA-Förderung für die Heizungserneuerung mit Erneuerbaren Energien umgestellt und verbessert. Die Investitionszuschüsse betragen jetzt 20% für Gas-Brennwertheizungen, die auf die spätere Einbindung erneuerbarer Energien vorbereitet sind, 30% für Solaranlagen und Gas-Hybridheizungen und 35% für Heizungen, die vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben werden, wie z.B. Wärmepumpen, Pellet-Kessel, Hackschnitzelkessel oder Scheitholzvergaserkessel.

Am 1. Januar 2020 ist auch die Austauschprämie für alte Ölheizungen in Kraft getreten. Mit der Prämie übernimmt das BAFA zusätzlich 10% der Investitionskosten, wenn bei einem Kesseltausch eine Ölheizung ersetzt wird. Dadurch erhöht sich die Förderung für die Heizungserneuerung maximal auf satte 45%. Neue Ölheizungen werden nicht mehr gefördert.

Für die energetische Gebäudesanierung kann anstelle der Steuerermäßigung auch weiterhin auf die Förderprogramme der KfW zurückgegriffen werden. Die Zuschüsse der KfW für Einzelmaßnahmen werden zum 24.01.2020 von 10% auf 20% angehoben. Auch bei der Effizienzhaus-Förderung wurden die Zuschüsse erheblich gesteigert und betragen jetzt 25 bis 40% in der Sanierung und 15 bis 25% im Neubau.