Baden-Arena

Kommunale Klimaschutzkonzepte

Ein Klimaschutzkonzept gibt einen Überblick über den Energieverbrauch und die damit verbundenen Einsparpotentiale in der Kommune. Das Konzept dient als strategische Entscheidungsgrundlage für den Rat und die Verwaltung.

Es zeigt auf, welche technischen und wirtschaftlichen CO2-Minderungspotenziale bestehen und welche Maßnahmen empfohlen werden, um Emissionen und Energieverbräuche zu reduzieren. Zugleich werden Minderungsziele festgelegt und Methoden zur Überprüfung der Zielerreichung vorgeschlagen.

Ein integriertes Klimaschutzkonzept betrachtet die gesamte räumliche Einheit einer Stadt oder Gemeinde und berücksichtigt in der Regel sämtliche Sektoren: Neben den öffentlichen Liegenschaften auch die privaten Haushalte, Industrie und Gewerbe, den Verkehrsbereich etc. Der Zeithorizont umfasst die nächsten zehn bis 20 Jahre.

Neben einer Bestandsaufnahme der Energieverbräuche und der CO2-Emissionen werden die Einsparpotenziale ermittelt und  geeignete Maßnahmen zur Erreichung der Klimaschutzziele aufgezeigt.

Es sollen möglichst alle wichtigen Akteursgruppen mit einbezogen sein, also neben der Kommunalverwaltung, die Bürger, Vereine, Unternehmen, etc. Damit findet die Umsetzung des Konzepts eine höhere Akzeptanz. Die Akteure sollen dabei nicht nur informiert werden, sondern auch die Möglichkeit der Mitarbeit haben dürfen.

Ein integriertes Klimaschutzkonzept umfasst:das Gebiet der Kommune (bzw. das Kooperationsgebiet)

  • eine kommunale Energiebilanz mit Einbeziehung der Verbrauchssektoren (Haushalte, Gewerbe, öffentliche Liegenschaften, Verkehr, Landwirtschaft, etc.);
  • eine CO2-Bilanz für den räumlichen Geltungsbereich;
  • Ermittlung von Einsparpotentialen;
  • Festlegung eines Einsparzieles;
  • Maßnahmen zur Erreichung des Einsparzieles;
  • eine Umsetzungsplanung für die kommenden 10 bis 15 Jahre;
  • Partizipation der Bevölkerung.

Die Erstellung solcher Konzepte wird seit 2008 durch das Bundesumweltministerium gefördert.